Green New Deal

Mit einem Green New Deal kann eine ökologische Wende gelingen. Für die neue EU-Kommission gehört er deshalb zu den Top-Prioritäten.

Während noch bis 13. Dezember 2019 die UN-Klimakonferenz (in englischer Sprache) tagt, wird das Konzept eines Green New Deals weltweit diskutiert. Erstmals verwendet wurde der Begriff vom New York Times Journalisten Thomas L. Friedmann (in englischer Sprache) 2007, aber der Green New Deal hat bereits eine längere Geschichte.

Eine der 6 Prioritäten der Europäischen Kommission für 2019 bis 2024 ist ein Green Deal für Europa. Die neue EU Kommissionspräsidentin von der Leyen hat angekündigt innerhalb ihrer ersten 100 Tage im Amt einen European Green Deal vorzuschlagen. Ausgehend vom Status Quo der EU Umwelt- und Klimapolitik  (in englischer Sprache) und – ganz aktuell – dem Bericht der Europäischen Umweltagentur „The European environment – state and outlook 2020“ (in englischer Sprache) wird Vizekommissionspräsident Frans Timmermans für die Umsetzung (in englischer Sprache) des European Green Deal zuständig sein. Im Rahmen der 2030-Agenda hat sich die Weltgemeinschaft 2015 auf 17 Nachhaltigkeitsziele geneigt (Sustainable Development Goals). Ausgehend von dieser Zielsetzung beschäftigt sich der aktuelle UN Bericht „Trade and Development Report 2019“ (in englischer Sprache) mit der Finanzierung eines Green New Deals.

Zeitgleich haben Naomi Klein, kanadische Journalistin, Globalisierungskritikerin und Aktivistin, sowie Jeremy Rifkin, US-amerikanischer Ökonom und Publizist, jeweils ein Buch zur Notwendigkeit und Dringlichkeit eines weltweiten „Green New Deal“ veröffentlicht: Angesichts der Bedrohung der Lebensgrundlagen der Menschheit durch den Klimawandel und dessen ökologische, ökonomische und soziale Folgen sei die rasche Transformation des bestehenden Wirtschaftssystems in Richtung einer postfossilen Zivilisation überlebensnotwendig, dabei dank technologischer Innovationen auch (noch) möglich. Beide Autoren geben der Menschheit für die Initiierung dieses Prozesses fast gleichlautend eine Frist von nicht mehr als ca. zehn Jahren.


Literaturhinweise

Klein, Naomi: Warum nur ein Green New Deal unseren Planeten retten kann – Hamburg : Hoffmann und Campe, 2019. – 351 Seiten. Signatur der Parlamentsbibliothek: 88.896. Bestellen

Rifkin, Jeremy: Der globale Green New Deal : warum die fossil befeuerte Zivilisation um 2028 kollabiert – und ein kühner ökonomischer Plan das Leben auf der Erde retten kann – Frankfurt : Campus Verlag, 2019. – 319 Seiten. Signatur der Parlamentsbibliothek: 88.894 Bestellen